Der Wolf ist zurück – und mit ihm Konflikte.

Der Wolf ist zurück – und mit ihm Konflikte.

Christian Reck wolf Der Wolf ist zurück – und mit ihm Konflikte.

Die Debatte über den Wolf wird allzu oft emotional geführt. Doch falsch verstandene Tierliebe hilft weder den Weidetierhaltern noch dem Wolf selbst. Regulierung ist keine Mordlust, sondern Teil eines verantwortungsvollen Wildtiermanagements.

Wolfsrisse, Unsicherheit bei Tierhaltern, bürokratische Hürden und unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern sind Realitäten, die ernst genommen werden müssen – und die klare sowie einheitliche Strukturen verlangen. Zwar gelten bundesweit die gleichen Schutzregeln, doch Bestandserfassung, Zuständigkeiten und Verfahren werden von den Ländern unterschiedlich gehandhabt.

Die geplanten Änderungen im Bundesjagdgesetz und im Bundesnaturschutzgesetz sollen den Umgang mit dem Wolf neu regeln. Entscheidend wird jedoch sein, wie diese Regelungen in der Praxis auch tatsächlich umgesetzt werden.

Mit unserem Entschließungsantrag legen wir deshalb konkrete Vorschläge vor und fordern:

  • Ein koordiniertes Wolfsmanagement, bei dem die Regulierung der Bestände revierübergreifend organisiert wird.
  • Klare und möglichst bundesweit einheitliche Regeln für den Umgang mit dem Wolf, statt eines Flickenteppichs unterschiedlicher Verfahren in den Bundesländern.
  • Verlässliche Zahlen zum Wolfsbestand durch eine bundesweit einheitliche Erfassung der Wolfsbestände, die künftig grundsätzlich durch die Jägerschaft erfolgt.
  • Eine zentrale wissenschaftliche Auswertung der Bestandsdaten in einem Bundesinstitut, um eine verlässliche Grundlage für das Wolfsmanagement zu schaffen.
  • Schnelle und unbürokratische Entschädigungen für Weidetierhalter nach Wolfsrissen bei deutlich reduziertem Verwaltungsaufwand.