„Sportmilliarde als Förderlotterie? Radebeuler Schwimmhalle geht leer aus“

„Sportmilliarde als Förderlotterie? Radebeuler Schwimmhalle geht leer aus“

Christian Reck bad „Sportmilliarde als Förderlotterie? Radebeuler Schwimmhalle geht leer aus“

Das ist eine bittere Nachricht für Radebeul: Der geplante Umbau des „Krokofit“ wird nicht aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten gefördert. Damit fehlt ein wichtiger Baustein für ein Vorhaben, auf das die Stadt seit Jahren hinarbeitet.

Seit mehr als 40 Jahren wird hier Schwimmen gelernt. 1984 als „Schwimmhalle Radebeul“ eröffnet, ist die Halle heute Teil des Sport- und Freizeitzentrums „Krokofit“. Für Schulschwimmen, Kurse und Vereinssport ist sie eine wichtige Sportstätte in unserem Landkreis und weit darüber hinaus.

Doch an der Halle nagt der Zahn der Zeit. Korrosion, veraltete Wasser- und Heiztechnik und ein steigender Wartungsbedarf machen eine umfassende Sanierung notwendig. Dabei geht es um mehr als bloße Reparaturen. Geplant ist auch ein Ergänzungsneubau mit einem neuen Schwimmerbecken, der den Standort langfristig für Sport und Freizeit sichern soll.

Für Radebeul ist das eine enorme finanzielle Herausforderung. Schon der laufende Betrieb der Schwimmhalle zu erschwinglichen Preisen ist nicht kostendeckend. Eine Investition dieser Größenordnung aus eigener Kraft zu stemmen, ist für eine Kommune nahezu unmöglich.

Umso enttäuschender ist es, dass Radebeul bei der Vergabe der Bundesmittel nicht berücksichtigt wurde. Ich habe mich hinter den Kulissen für eine Förderung eingesetzt und hätte mir sehr gewünscht, dass dieses wichtige Projekt zum Zuge kommt.

Schon im Oktober 2025 hat die AfD-Fraktion im Bundestag ein langfristiges Förderprogramm für unsere Sportstätten gefordert. Der Bund sollte sich dabei deutlich stärker an Sanierung und Modernisierung beteiligen.

Eine Förderlotterie, wie wir sie hier erleben, kann auf Dauer keine Lösung sein. Diesmal geht Radebeul leer aus. Andernorts können sich Kommunen über eine Förderung freuen, während hier die Sportler weiter mit ansehen müssen, wie ihre Schwimmhalle in die Jahre kommt. Den Kommunen fehlt schlicht das Geld und damit oft jede Perspektive für die nötigen Sanierungen.

Spätestens in Regierungsverantwortung wollen wir für verlässlichere Rahmenbedingungen sorgen.