Ernährungssicherheit entsteht auf dem Hof, nicht in Amtsstuben
In meiner heutigen Rede im Bundestag habe ich deutlich gemacht, dass Ernährungssicherheit längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
Während internationale Krisen Lieferketten belasten, Preise steigen und die Abhängigkeit vom Ausland zunimmt, wird unsere heimische Landwirtschaft durch immer mehr staatliche Eingriffe weiter geschwächt.
Immer mehr landwirtschaftliche Flächen verschwinden: durch Baumaßnahmen, Solarparks und Windräder. Gleichzeitig nehmen Regulierung, Auflagen und Einschränkungen für diejenigen zu, die unsere eigene Versorgung sichern sollen.
In Amtsstuben entstehen rote Gebiete mit strengen Düngeregeln, pauschalen Gebietsausweisungen und fragwürdigen Messnetzen, die am Ende ohne ausreichende Beachtung des Verursacherprinzips viele Landwirte unter Generalverdacht stellen. Obendrein müssen betroffene Betriebe eine pauschale Kürzung des zulässigen Düngebedarfs um 20 Prozent hinnehmen, was schon jetzt zu Qualitätsverlusten führt.
Künstlich wird ein ideologischer Interessenkonflikt herbeigeredet, als ob Naturschutz und Landwirtschaft ein Widerspruch wären. Nicht umsonst heißt es Bauernkalender und nicht Amtsstubenkalender. Bäuerliches Handeln fußt seit Generationen auf genauer Naturbeobachtung.
Die Politik des Misstrauens, Landwirte würden ohne Regulierung Umwelt und Verbraucher gefährden, ist nicht nur respektlos, sondern entspricht schlichtweg nicht der Realität auf unseren Höfen.
Verlässliche Rahmenbedingungen, realistisch gesetzte Umweltziele, weniger bürokratische Hürden, bezahlbare Energiekosten und vor allem Planungssicherheit helfen nicht nur den Betrieben, sondern sorgen auch für Verlässlichkeit in der Versorgung.
Hier läge das eigentliche Aufgabenfeld der Regierung statt den Bauern immer neue Lasten aufzubürden. Denn wer die eigene Landwirtschaft schwächt, macht unser Land am Ende abhängiger von außen – mit allen Folgen für Versorgung und Preise.
